Dokumentation

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Die Wilde Klimawand wurde Ende April 2023 in Betrieb genommen. Im Folgenden möchten wir Ihnen, gut bebildert, den Weg von der Konzeption zur fertigen Fassade aufzeigen und über die Besonderheiten informieren.

Vorbereitende technische Maßnahmen

Wie bei den meisten Bauvorhaben üblich, müssen auch bei der Installation von Grünfassaden gewisse vorbereitende Maßnahmen getroffen werden. Im Fall der Wilden Klimawand mussten Wasser, für die Bewässerung, und Strom, für Mess- sowie Videotechnik, an die Fassade verbracht werden. Die Erschließung erforderte die Verlegung von mehreren hundert Metern Wasser- und Leerrohren entlang der Bestandsfassade. Alle Leitungen wurdem gemeinsam mit der Unterkonstruktion montiert, so dass sie nun größtenteils hinter der Fassade verschwunden und nicht mehr sichtbar sind.

Da die Grünfassade vorgesetzt montiert werden sollte, musste eine tragfähige Unterkonstruktion erstellt werden. Für die Montage der Stahlrahmen wurden einzelne Panele der Sandwichfassade des Bestandsgebäudes temporär demontiert, um anschließend Stahlkonsolen an die Betonstützen des Hallentragwerks zu setzen. An die Konsolen wurden Stahlrahmen befestigt, die die restlichen Schichten der Unterkonstruktion tragen.

Im letzten Schritt wurden wetterfeste Zementspanplatten auf die Stahlrahmen gesetzt.

Anzucht der Pflanzen

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Bau der Fassade

Die Firma Helix Pflanzensysteme GmbH begann nach Fertigstellung der Unterkonstruktion, Mitte April 2023, mit dem Bau der Grünfassade.

Im ersten Schritt wurde das Drainagevlies auf den Zementspanplatten befestigt. Das Vlies ist zweischichtig aufgebaut und besteht auf der Rückseite aus einer wasserundurchlässigen Noppenfolie zum Schutz der Unterkonstruktion. Durch die Noppenstruktur und die wasserführenden Eigenschaften des Textils wird eine gleichmäßige Verteilung des Gießwassers auf der Fassade verbessert. Das Vlies wird mit mit Hilfe der gleichen Aluminiumprofilen fixiert, die später auch als Halteschienen für die Planz- und Habitatmodule dienen. Die Profile werden, wie der Rest der Fassade, verschraubt.

Nach Montage der Halteschienen werden die Schläuche für die Tropfenbewässerung montiert. Jeweils über einer Begrünungsebene verläuft ein Tropfschlauch. Die Pflanztrays besitzen an der Oberseite Löcher, damit das Wasser einfacher in das Substrat gelingen kann.

Nachdem alle notwendigen technischen Installationen erfolgt waren, konntedie Fassade begrünt werden. Die im Gewächshaus vorgezogenen Pflanzen wurden dazu in einzelnen Trays angeliefert. Die Trays werden eindeutig gekennzeichnet, um jeweils die korrekte Position in der Fassade zuordnen zu können. Gemeinsam mit der Begrünung wurden auch die Habitatmodule passgenau in die Fassade integriert.

Die folgende Zeitrafferaufnahme erlaubt einen Überblick über den Bauablauf.

Zeitrafferaufnahme: Aufbau Wilde Klimawand

02:04
© Pia Krause, Fraunhofer Institut für Bauphysik
Video-Transkription

Entwicklungen im Jahresverlauf

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